Die Insel entdecken

Der Mietwagen ist das perfekte Fortbewegungsmittel auf Madeira. Ihr könnt direkt am Flughafen einen Wagen mieten und schon steht euch die ganze Insel offen. So seit ihr unabhängig, bequem und flexibel unterwegs. Achtet aber darauf, dass euer Auto eine gute Motorisierung hat. Das Hinterland der Insel ist alles andere als eben. Das Straßennetz zeichnet sich gerade in den Bergen im Norden durch starke Steigungen mit bis zu 30 % aus. Die Straßen verlaufen in engen Serpentinen und es gibt eine Vielzahl an Tunneln. Trotzdem ist das Autofahren auf Madeira sehr angenehm, da die Straßen meist nur sehr wenig befahren sind. Wer nicht selber fahren möchte, kann auf ein recht gut ausgebautes Busnetz zurückgreifen. Allerdings können die Fahrtzeiten dabei sehr flexibel ausgelegt werden.

Madeira ist ein Paradies für Wanderer. Touren gibt es in jeder Länge und in jedem Schwierigkeitsgrad. Ebene Routen führen über das Vulkanplateau. Wer gerne ansteigt, kann bis zum höchsten Gipfel, dem Pico Ruivo, auf 1.862 m hinauf wandern. An fast allen Ausgangspunkten für Touren gibt es kleine Parkplätze. In vielen Touristinformationen kann auch ein Bring- und Abholservice zu den Wandertouren gebucht werden.

Auf Grund ihres vulkanischen Ursprungs besitzt Madeira nicht viele Badestrände. Für einen Badeurlaub ist die Nachbarinsel Porto Santo besser geeignet. Doch kleine Steinstrände und sogar ein kleiner Sandstrand in Machico bieten nette Möglichkeiten zur Erfrischung. 

Ein Highlight ist dafür das Baden in den angelegten Naturbädern. Das Schwimmen in den Lavaschwimmbecken von Porto Moniz ist ein Erlebnis.

Madeira bietet vielfältige Möglichkeiten für verschiedene Wassersportarten. Schwimmen, Tauchen, Schnorcheln, Segeln, Kanufahren, Wasserski, Wellenreiten, Kite- und Windsurfen sind einige der Möglichkeiten.

Die beste Reisezeit für Madeira

Ganzjährig warme Temperaturen und wenig Niederschlag machen die Insel zu einem idealen Urlaubsziel. Der Nordostpassat und der Westwindgürtel beeinflussen die Wetterverhältnisse. Winde und Höhenunterschiede von bis zu 1.900 m haben zur Folge, dass es eine Wetterscheide zwischen dem Norden und dem Süden der Insel gibt. Während der Süden tropisch warm ist, kann es zur gleichen Zeit im Norden regnen.

Die beste Reisezeit ist zwischen April und Oktober, mit Höchsttemperaturen zwischen 21 und 26 Grad und so gut wie keinem Niederschlag. Wenn ihr gerne wandert, sind die Monate April, Mai und September und Oktober zu bevorzugen, da hier die Temperaturen noch nicht zu heiß für sportliche Aktivitäten sind. Für einen gelungenen Badeurlaub sind die Sommermonate geeignet. Kein Regen und angenehm warme Temperaturen sind ideal für jede Art von Wassersport.

In den Wintermonaten herrscht auf Madeira die Regenzeit. Doch bei durchschnittlich vier bis sechs Sonnenstunden pro Tag, kann auch der Winter eine interessante Urlaubszeit sein. Hier kommen vor allem diejenigen auf ihre Kosten, die die Insel ganz für sich haben möchten und Ruhe und Entspannung suchen. Da in den Wintermonaten die Temperaturen nicht unter 19 Grad sinken, ist die Insel ein guter Rückzugsort, um der Kälte des mitteleuropäischen Winters zu entfliehen. 

Festliche Traditionen

Auf Madeira weiß man gute Feste zu feiern. Ein Großteil der Bevölkerung war oder ist noch heute in der Landwirtschaft tätig. So kommt es, dass viele Traditionen und Volksfeste ihren Ursprung in der Landwirtschaft haben, wie zum Beispiel das Kirschen-, Kastanien -, Apfel -, Zuckerrohr- oder das Weinfest.

Die Madeirer sind sehr gottesgläubige Menschen. Die Katholische Kirche ist ein starkes Bindeglied zwischen den Gemeinden. Ausgelassene Feste werden zu Ehren der Volksheiligen Sankt Johann, Sankt Peter und Sankt Anton jedes Jahr im Juni gefeiert.

Ein Höhepunkt im Festkalender der Insel ist der Madeira Karneval. Er ist wohl einer der schönsten und farbenfrohesten in ganz Europa und verbreitet jedes Jahr wieder aufs Neue eine Atmosphäre aus unbändiger Lebensfreude und Spaß. Traditionell finden zwei große Umzüge statt. Der allegorische Hauptumzug besticht durch aufwendige Kostüme in unzähligen Farben. Zahlreiche Samba-Gruppen, Tanz und Musik lassen eine Stimmung von Rio de Janeiro aufkommen. Der kleinere Umzug „Trapalhão“ steht jedem offen, der daran teilnehmen möchte. Bei der Auswahl der Kostüme sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Madeira die Blumeninsel feiert ihren zu Recht erlangten Titel auf dem jährlichen Blumenfest im Frühling. Fantasievoll geschmückte Festwagen, sowie Tanzgruppen in aufwendigen Kostümen präsentieren die blumige Vielfalt der Insel in all ihren Farben.

Von Espetada und Espada – Kulinarische Genüsse auf Madeira

Kein Fest ohne gutes Essen. Hier dürfen die Spezialitäten der Insel natürlich nicht fehlen. Die Küche der Insel ist nicht mit den mediterranen Küchen Griechenlands, Italiens oder Spaniens vergleichbar. Deftige Fleisch- und Fischgerichte werden mit den exotischen Aromen süßer Früchte kombiniert. Espetada und Espada stehen dabei ganz oben auf der Liste der traditionellen Gerichte.

„Espetada“ ist ein Rindfleischspieß. Traditionellerweise wird dabei Lorbeerholz verwendet, das sehr vielfältig auf der Insel vorkommt. Inzwischen unter Naturschutz stehend, wird das Lorbeerholz heute häufig ersetzt. Der Rindfleischspieß wird über dem Holzfeuer gegrillt und später, aufgehangen an einem Gestell, am Tisch serviert.

Fleischgerichte werden auf der Insel gern mit viel Knoblauch gewürzt, so auch beim traditionellen „picado“, wo Rindfleischstücke mit Knoblauch und Peperoni in der Pfanne gebraten und mit Pommes serviert werden. Ein weiteres beliebtes Gericht ist das „carne vinho e alhos“ Hierbei handelt es sich um Schweinefleischstückchen, die mindestens einen Tag lang in einer Mischung aus Knoblauch, Weinessig und Lorbeerblättern marinieren, um dann in der gleichen Soße gekocht zu werden.

Doch was wäre eine Insel ohne leckere Fischgerichte. Egal ob „espada“, wie der Degenfisch auf Madeira genannt wird, Thunfisch, Kabeljau oder „potas“ ein großer Tintenfisch, jedes Gericht ist eine Delikatesse und wird mal deftig oder mit den süßen Aromen von Früchten zubereitet. 

Apropos süß, die Madeirer sind große Naschkatzen. Unzählige kleine Cafés, Restaurants und Snackbars sind über die Insel verstreut und bieten die Möglichkeit kleine Leckereien wie die „queijadas“ (Kuchen aus Frischkäse), „bolo de mel“ (Honigkuchen) oder die sehr beliebten Honigkekse zu verköstigen.

Guten Appetit!